Jezersko

Das Gebiet von Jezersko, offiziell Gemeinde Jezersko, erstreckt sich über 68,8km2 auf einer Höhe zwischen 700 und 2558 m ü. d. M.

Jezersko umfasst die Gebirgswelt an der Berührungsstelle zu den Karawanken und den Steiner Alpen, weshalb es aus geografischer Sicht zu den typischsten Berggemeinden Sloweniens gehört. Jezersko grenzt im Westen an die Gemeinde Tržič, im Süden an die Gemeinde Preddvor, im Südosten an die Gemeinden Kamnik und Solčava sowie im Norden und Osten an die Republik Österreich.

Die Gemeinde hat zwei Siedlungen: ZgornjeJezersko und SpodnjeJezersko mit zahlreichen Weilern. Die Besiedlung ist an das Relief und die historische Entwicklung gebunden. ZgornjeJezersko ist eine langgestreckte Bergsiedlung mit Haufendorfkern in der Nähe der Pfarrkirche St. Oswald mit den etwas weiter abgelegenen einsamen Gehöften. Eine Besonderheit stellt die Besiedlung des Weilers Ravno dar, wo am Ausläufer des einstigen Sees in amphietheatralischer Anordnung mehrere einsame stattliche Gehöfte stehen: der Roblek-Hof, der Anko-Hof, der Poderšnik-Hof, der Šenk-Hof, der Jenk Hof sowie der Koprivnik-Hof.

Geschichte

Die ersten Siedler kamen bereits im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung nach Jezersko. Die wenigen Bergbewohner lebten hauptsächlich von der Jagd. Die Landwirtschaft begann sich in Jezersko im 14. Jahrhundert zu entwickeln, als der See, den gegen Ende der Eiszeit eine Eismoräne aufgestaut hatte, langsam abzufließen begann. Der schwindende See brachte den Aufschwung der Landwirtschaft mit sich.

Eine der grundlegendsten wirtschaftlichen Tätigkeiten stellte die Schafzucht dar. Die Bauern aus Jezersko züchteten mit kontrollierter Planzucht im 17. und 18. Jahrhundert zusammen mit ihren Nachbarn aus Solčava die Jezersko-Solčava-Rasse heran, die an die Lebensbedingungen im Hochgebirge angepasst ist.

Die verbesserten Verkehrsverbindungen mit Krain und die Anfänge der Eisenverhüttung in Kokra ermöglichten den Aufschwung des Fuhrmannswesens; ab Mitte des 18. Jahrhunderts versorgten die Fuhrleuten hauptsächlich die Hammerwerke mit Kohle, und nach dem Verfall des Schmiedehandwerks hundert Jahre später erlebten ihren Aufschwung die Sägewerke und der Handel mit dem hochgeschätzten Jezersko-Lärchen, die zur Herstellung von Schiffsmasten bis nach Triest transportiert wurden.

In Jezersko entwickelte sich der Tourismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die ersten Gäste waren größtenteils die Tschechen, damals auch die mächtigen Besitzer der damaligen Krainer Fabriken. Um die Jahrhundertwende bauten die Tschechen in SpodnjeRavni unterhalb des Grintavec die Berghütte Češkakoča (Tschechische Hütte). Der Tourismus entwickelte sich erfolgreich bis zum Ersten Weltkriegs und erlebte dann nach 1935 erneut einen Aufschwung. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt Jezersko als heilklimatischer Kurort. In den Jahren 1953-1982 befand sich hier auch eine bekannte Klinik für Augenkrankheiten, wo vor allem Augentuberkulose und andere Augenentzündungen geheilt wurden. Die Klinik hatte Patienten aus dem ganzen Gebiet des ehemaligen Jugoslawien.

Source Name

Der Gletscher von MakekovaKočna verhinderte lange Zeit, dass der Bach Jezernica in Richtung des Tals der Kokra abfließen konnte, weshalb auf dem Grund des Talkessels von Jezersko ein See entstand, der noch lange nach dem Rückzug des Gletschers bestehen blieb. .

Mit der Zeit bahnte sich der Bach einen Weg durch die Moräne in Richtung des Kokraflusses und der See konnte abfließen. Aber das Gelände ist bis heute an einigen Stellen feucht und sumpfig geblieben.
Somit soll Jezersko seinen Namen nach dem See bekommen haben, der einst den gesamten zentralen Teil des Talkessels ausfüllte. Das bezeugen auch alte Erzählungen, und sogar Valvasor erwähnt in seinem berühmten Werk „Die Ehre des Herzogtums Krain“ diesen seichten See „inmitten des hohen Schneegebirges“. An den See erinnern auch noch weitere Namen, z. B. die Pfarrkirche St. Oswald am See, der Bach Jezernica und alter Name „Pr` Jezer“ (Am See).